Niemand kann sagen, was die Zukunft bringt.

Aber das schreiben die Zeitungen von heute.

Berliner Kurier, 01. Juli 2019

Auf der historischen Siemensbahn sollen so schnell wie möglich wieder Züge rollen, um die künftige Siemensstadt 2.0 noch besser anzubinden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und DB-Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla haben nun die Finanzierung für erste vorgezogene Planungsleistungen vereinbart. Mit den 2,3 Millionen Euro finanziert das Land neben der bereits begonnenen Bestandsanalyse der Trasse Umweltstudien, Schallgutachten, Vermessungen und eine Machbarkeitsstudie, die Optionen zur Verlängerung der S-Bahn-Strecke über Gartenfeld hinaus prüfen soll. Der Berliner Kurier berichtet darüber und meint: "Denkbar wäre eine Fortführung in die Wasserstadt Oberhavel und über die Havel hinweg nach Hakenfelde – oder in das Stadtquartier, das auf dem heutigen Flughafen Tegel entsteht."

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Berliner Morgenpost, 30. Juni 2019

Prompt meldet sich der Berliner CDU-Politiker Christian Gräf zu Wort: "Wenn der BER, was ich befürchte, nicht 2020 fertig wird, sollten wir kein Steuergeld mehr verschwenden und uns ehrlich machen. Die Komplexität des Projekts, nach allen Pannen, ist nicht mehr beherrschbar. Wir sollten die beiden alten Flughäfen Tegel und Schönfeld renovieren und einen neuen Standort für einen ostdeutschen Großflughafen im weiteren Umland suchen."

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Tagesspiegel, 28. Juni 2019

Der für den Ausbau des neuen Flughafens BER (und damit auch für das Terminal T2) zuständige Projektleiter wird die Flughafengesellschaft FBB verlassen. Der Tagesspiegel bezieht sich auf Insider und berichtet: "Zugleich wird erneut der Zeitplan für den Bau des Erweiterungsterminal T2 in Zweifel gezogen, ohne dessen zusätzliche Kapazitäten es bei der geplanten Eröffnung des BER im Herbst 2020 eng werden könnte und Tegel offen gehalten werden müsste. Beim Rückzug des Ausbau-Chefs sollen dem Vernehmen nach die Probleme beim Bau des zusätzlichen Terminals eine Rolle spielen. Der Mitarbeiter wolle sich nicht für ein Scheitern des Zeitplans verantwortlich machen lassen, hieß es."

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Neues Deutschland, 27. Juni 2019

Wenig gute Nachrichten über den Baufortschritt am BER – diesmal geht es um das Terminal T2. Zitiert werden "Experten aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Erfahrungen im Flughafenbau etwa am Frankfurter Airport". Sie äußern "erhebliche Zweifel daran, dass der von der Flughafengesellschaft wiederholt kommunizierte Termin der Fertigstellung des Terminals auch nur annähernd zu erreichen sei. Bisher ist von einer Eröffnung parallel zur Inbetriebnahme des BER im Oktober 2020 die Rede. Der im Oktober 2018 begonnene Bau mit 23.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, in dem künftig sechs Millionen Flugreisende pro Jahr abgefertigt werden sollen, kann aus ihrer Sicht vermutlich erst im Oktober 2022 in Betrieb gehen." Und weiter heißt es: "Der BER-Chef hatte Ende Mai vor Journalisten den Baufortschritt am künftigen Hauptstadtflughafen gelobt: 'Die Baustelle liegt insgesamt im Zeitplan.' Lütke Daldrup hatte dabei den Neubau des Terminals T2 einbezogen. Noch 2019 werde man dort voraussichtlich mit dem Einbau der Gepäckförderungsanlage beginnen können. Allerdings war damals aufgefallen, dass er selbst Zweifel an der punktgenauen Inbetriebnahme des Terminals T2 aufkommen ließ, indem er darauf verwies, dass der BER zu Beginn auch ohne den Erweiterungsbau genügend Kapazitäten habe, um Tegel, den wichtigsten Berliner Flughafen, abzulösen."

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Süddeutsche Zeitung, 23. Juni 2019

In einem ausführlichen Portrait der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, werden auch die Nachnutzungspläne für den Flughafen Tegel zum Thema: "Dabei hat die Senatorin einen der undankbarsten Posten in der Hauptstadt. Die 57-Jährige ist verantwortlich für Bauprojekte. Die stehen, wie man weiß, in Berlin nicht immer unter einem guten Stern. Das konnte man zuletzt wieder bei einer Veranstaltung sehen, bei der Katrin Lompscher auf dem Podium saß. Es ging um die hochfliegenden Pläne für den Flughafen Tegel. Eine Stadt der Zukunft soll dort entstehen, mit Technologie-Unternehmen und nachhaltigem Wohnen. Man hörte Begriffe wie 'Urban Tech Republic' oder 'Smart City', die in großem Kontrast zu dem stehen, was beim Thema Flughafen in Berlin Sache ist: Der Hauptstadtflughafen BER ist noch immer nicht fertig, und wann Tegel überhaupt schließen kann, ist unklar. Mit dem Wissen, dass man nichts weiß, endete dann auch der Abend."

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Tagesspiegel, 21. Juni 2019

In einem Interview mit dem designierten neuen Präsidenten der Beuth Hochschule, Prof. Dr.-Ing. Werner Ullmann, geht es unter anderem auch um die Rolle des Noch-Flughafens Tegel für die Zukunftsplanung der Hochschule. Prof. Ullmann dazu: "Wir warten aber dringend auf die TXL-Nachnutzung, da hängen wir am seidenen Faden und retten uns von Jahr zu Jahr mit Notlösungen. […] Es muss jetzt sehr schnell das Thema Denkmalschutz bewertet werden, was das ausmacht, was das gegebenenfalls an Umplanungen erforderlich macht und wie dann das Flächenprogramm für die Hochschule aussehen könnte. Dann können wir sehen: Haben wir tatsächlich eine Perspektive dort, oder entschwindet die im Nebel? Dann müssten wir uns gegebenenfalls anders orientieren. Wir wollen die Tegel-Nachnutzung, aber es muss sich bald konkretisieren."

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Berliner Abendblatt, 20. Juni 2019

Unter dem Motto "Berlin TXL meets Siemensstadt 2.0" wurden am 5. Juni beim Parlamentarischen Abend der Tegel Projekt GmbH die neuen Chancen für die Stadtentwicklung durch die beiden Schlüsselprojekte im Berliner Nordwesten diskutiert. Das Berliner Abendblatt berichtet über die Veranstaltung, fokussiert dabei aber auf die Entwicklung des Siemens-Projektes.

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Tagesspiegel, 11. Juni 2019

Beim diesjährigen Hoffest des Regierenden Bürgermeisters lässt Innensenator Andreas Geisel (SPD) eine lockere Bemerkung fallen, die medial für Wirbel sorgt (so unter anderem auch in der WELT, bei n-tv und in der Morgenpost): Er könne sich auch das Tempelhofer Feld als möglichen Standort für ein neues Hertha-Stadion vorstellen. Sein Sprecher Martin Pallgen hat alle Mühe, das wieder einzufangen und erklärt gegenüber dem Tagesspiegel: "Es macht keinen Sinn, jede Woche mit einem neuen Standort für ein mögliches Hertha-Stadion um die Ecke zu kommen. Sportsenator Geisel hatte zuletzt den Flughafen Tegel ins Spiel gebracht. Dieser Standort wird jetzt planerisch geprüft. Alle anderen Flughafenstandorte sind Unsinn."

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Zeit, 05. Juni 2019

Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft hat bei seiner letzten Tagung im Mai den Bericht des Geschäftsführers Engelbert Lütke Daldrup über die Baufortschritte am BER zur Kenntnis genommen. Im Anschluss daran schreibt der Bundesverkehrsminister einen Brief an den Flughafenchef, in dem er Zweifel am angepeilten Fertigstellungstermin anmeldet und für den Fall weiterer Verzögerungen einen "Plan B" für die Flughäfen Schönefeld und Tegel verlangt – dies insinuiert die Offenhaltung von Tegel. Die Meldung macht, verbreitet von dpa und afp, bundesweit die Runde.

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Tagesspiegel, 05. Juni 2019

Engelbert Lütke Daldrup wehrt sich umgehend gegen das Ansinnen des Bundesverkehrsministers: Ab Herbst 2019 würden die "Wirkprinzipprüfungen" beginnen und es bleibe beim Fertigstellungstermin für den BER (und damit ebenso für die Schließung des Flughafens Tegel). In dem Bericht werden auch Mutmaßungen über Scheuers Motive zitiert. "Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nannte das Schreiben, 'keine gute Sache'. Seit Beginn des Flughafenbaus in Schönefeld hätten sich schon drei Bundesverkehrsminister 'darin gefallen, den BER nicht gut zu finden und stattdessen über Tegel oder Leipzig zu reden'".

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