Crowd Data

Wer einmal nicht weiß, wer eine bekannte Person ist, wie die Hauptstadt eines Landes heißt oder wie viele Oscars ein Film gewonnen hat, landet über kurz oder lang bei Wikipedia. Seit der Gründung 2001 ist Wikipedia mit Hilfe seiner Nutzerinnen und Nutzer eines der umfangreichsten Online-Lexika geworden. Damit ist Wikipedia das wohl bekannteste Beispiel für Crowd Data.

Crowd Data bezeichnet Daten, die von mehreren oder vielen Personen in einem ,,Crowdsourcing-Netzwerk" generiert werden. Crowdsourcing beschreibt das Auslagern einer Tätigkeit an eine Gruppe von Menschen: die sogenannte Crowd. Crowd Data werden meist nach informellen Regeln generiert und sind nicht immer strukturiert und geordnet. Die Chance dieser Art der Datengenerierung liegt darin, große und aktuelle Datenmengen erzeugen zu können, da jeder Beteiligte als eine Art Sensor, bzw. Datenlieferant agiert. In der Regel generieren die Nutzerinnen und Nutzer die Daten freiwillig und ohne Bezahlung, weshalb die meisten Daten frei nutzbar sind.

Crowd Data bietet somit das Potenzial eine enorme Menge an Daten zu generieren, die ohne die Crowd gar nicht oder nur kostenaufwändig erfasst werden können. Im besten Fall entstehen neue oder fundierte Erkenntnisse. Eine Schwierigkeit stellt die Konsistenz und Korrektheit der Daten dar. Daher müssen Prüfroutinen und Vorgaben bei der Erfassung etabliert werden.  

Neben Wikipedia ist OpenStreetMap (OSM) ein weiteres bekanntes Crowdsourcing-Projekt. Bei OpenStreetMap werden die Geo- und Sachdaten durch die Community generiert, durch rechtlich nutzbare Daten ergänzt und aktuell gehalten. Dadurch kann häufig ein höherer Detail-/Informationsgrad im Vergleich zu anderen Kartendiensten erzielt werden. Die Daten werden unter einer freien Lizenz bereitgestellt, so dass jede Person und jedes Unternehmen sie kostenfrei nutzen kann.

Quelle: www.stadtentwicklung.berlin.de

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