Urban Farming

Urban Farming - zu deutsch urbane Landwirtschaft - ist weit mehr als das Pflanzen von Obst und Gemüse in Gemeinschaftsgärten. Es ist der Oberbegriff für die unterschiedlichen Arten der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion im urbanen Raum. Neben den bekannten Formen des städtischen Gartenbaus, die wir als Urban Gardening kennen, schließt Urban Farming auch Ackerbau und Tierhaltung mit ein.

Heute wird Urban Farming vornehmlich in leerstehenden Industrieflächen, Kleingärten und städtischem Brachland betrieben. Konzepte für Smart Cities gehen weit darüber hinaus: Sie planen den Anbau von Obst und Gemüse in Hochhäusern, sogenannten „Plantscrapers“, sowie die Viehzucht in Wolkenkratzern, die so konzipiert sind, dass sie eine Haltung nach Ökostandards ermöglichen.

Doch warum sollte die Landwirtschaft überhaupt Einzug in Großstädte halten? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Stadt von morgen braucht Ideen für die Ernährung der stetig wachsenden urbanen Bevölkerung. Denn schon 2050 werden schätzungsweise neun Milliarden Menschen auf der Erde leben, 80 Prozent davon in Städten - und die Anbauflächen sind bereits heute knapp.

Neben der Ernährungssicherung für eine wachsende Stadtbevölkerung gibt es eine ganze Reihe weiterer Gründe dafür, dass Urban Farming weltweit auf dem Vormarsch ist: Die Lebensmittelproduktion innerhalb der Städte schützt das Klima, da die Transportwege für Obst, Gemüse und Fleisch wegfallen. Sie ermöglicht die Selbstversorgung und dient als Einnahmequelle – insbesondere in urbanen Räumen, die von hoher Arbeitslosigkeit geprägt sind. Und nicht zuletzt ist sie eine Reaktion der Stadtbevölkerung auf eine zunehmende Entfremdung von der Natur.

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