Big Data

Bei jeder Form von digitaler Kommunikation entstehen Daten. Als Big Data bezeichnet man sie aber erst dann, wenn die Datenmengen sich so schnell verändern bzw. so groß und so komplex werden, dass eine manuelle Auswertung nicht mehr möglich ist. Spätestens seitdem das Internet der Dinge auf dem Vormarsch ist, wächst die Zahl der mit dem Internet verbundenen Geräte exponentiell und mit ihr die entstehenden Datenmengen.

Mit Blick auf die Smart City bietet Big Data ein großes Potenzial zur Verbesserung der urbanen Infrastruktur, zum Beispiel in der Analyse des städtischen Verkehrs. Über GPS-Daten von Navigationssystemen oder Aufzeichnungen von stationären Messanlagen können in kurzer Zeit riesige Datenmengen gesammelt werden. In verständliche Kennzahlen überführt und sinnvoll ausgewertet liefern sie die Basis für genaue Prognosen über die Entwicklung des Verkehrsaufkommens zu bestimmten Zeiten in bestimmten Räumen. Werden diese Daten öffentlich zugänglich gemacht, kann im besten Fall sogar ein drohender Verkehrsinfarkt verhindert werden. Denn wenn Sie schon vorher wissen, dass es einen Stau geben wird, fahren Sie vielleicht doch lieber mit der Bahn.

Urbaner Verkehr ist nur ein Beispiel von vielen Big Data Anwendungsgebieten in der Stadt der Zukunft – auch Auswertungen zu Stromverbrauch, Wetterveränderungen und Feinstaubbewegungen liefern mit den richtigen Analysetools wertvolle Erkenntnisse für das urbane Leben.

Der Begriff Big Data selbst steht in der Kritik, da es keine Kriterien für die Qualität der Daten und der Auswertungsmethoden gibt und der Begriff also verwässert ist. Systematisch genutzt liefert Big Data allerdings tatsächlich die Basis für effektive und effiziente Städte.

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